Analdrüsen beim Hund verstopft, was tun?

Frage von Carolin:

“Sehr geehrte Frau Dr. Rühling,

die Analdrüse meiner Hündin ist ständig voll. Ich denke, es hängt damit zusammen, dass ihr Kot sehr weich ist. Wir füttern seit 2 Wochen nur Trockenfutter, aber es bessert sich nicht. Was kann ich dauerhaft füttern, dass ihr Kot härter wird? Mittlerweile müssen wir schon nach 2 Wochen zum Tierarzt, um die Analdrüse ausdrücken zu lassen und es ist jedes Mal eine Qual für sie (und mich).

Danke für Ihre Antwort!

Mit freundlichen Grüßen

Carolin”

Antwort von Dr. Maja Rühling:

Hallo Carolin,

weicher Stuhlgang ist sehr häufig dafür verantwortlich, dass die Analdrüsen beim Hund sich nicht entleeren.

Damit der Kot sich festigen kann, ist es jedoch wichtig, dass Ihr Hund Futter verabreicht bekommt, das er besser und einfacher verdauen kann. Die Schlussfolgerung, dass Trockenfutter automatisch zu härterem Stuhlgang führt, ist demnach nicht richtig. Eine tiermedizinische Schondiät kann hier sicherlich helfen und dies sollten Sie mit Ihrem Tierarzt einmal besprechen.

Außerdem empfehle ich, dass Sie einmal überprüfen lassen, ob mit der Darmflora Ihres Hundes alles in Ordnung ist. Hierfür wird eine Kotprobe Ihres Hundes eingeschickt und im Labor untersucht.

Sie können sich von Ihrem Tierarzt auch zeigen lassen, wie Sie die Analdrüsen selbst zuhause ausdrücken können. So lässt sich noch die Zeit überbrücken, bis das Problem endgültig in den Griff bekommen wurde.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit meiner Antwort weiterhelfen!

Dr. Maja Rühling

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