Barf ist ein Futtermittel
Futtermittel, -arten und -sorten für Deinen Hund gibt es unzählig viele. Das Angebot ist nahezu unüberschaubar und erstreckt sich vom Tierarzt, Fachgeschäften, Online-Shops und Supermärkten bis hin zu Drogeriemärkten und Tankstellen. Klar, dass man da den Überblick schnell verliert und kaum noch weiß, was für den Hund nun wirklich geeignet ist und Sinn macht.
Neben den vielfältigen Angeboten in Form von Feuchtfutter (auch Nassfutter genannt) und Trockenfutter gibt es noch eine weitere Möglichkeit, seinen Liebling zu ernähren. Diese Art der Fütterung nennt sich “barfen“, abgeleitet von BARF.
BARF steht für ‘Biologisch Artgerechtes Rohes Futter’ und die Bezeichnung beschreibt genau das, was BARF ist: Die Art Nahrung, die der Hund eigentlich von Natur aus gewohnt ist. Viele Hundehalter mögen denken, dass alles, was ein Hund benötigt, auch in einer Dose Feuchtfutter steckt. Doch wenn man bedenkt, dass der Fleischanteil in einer Dose Hundefutter bei lediglich 6-8% liegt, wird einem schnell klar, dass noch jede Menge anderer Zusätze in diesem Futter enthalten sein müssen, die nicht unbedingt für den Verzehr geeignet sind.
BARFEN: Die bessere Art, zu füttern?
Befürworter von BARF weisen darauf hin, dass die natürlichen Bestandteile in rohem Fleisch unvermindert enthalten bleiben. Hierzu zählen Vitamine und auch Bakterien, die wichtig für das Immunsystem und den Verdauungsapparat des Hundes sind. Man sagt Hunden, die durch BARF gefüttert werden nach, dass Sie fitter und gesünder sind.
Durch BARF kann, nach Meinung der Fürsprecher, häufig Krankheiten und Allergien vorgebäugt werden. Zusätze, die von dem Tier oftmals nicht vertragen oder nur schlecht verdaut werden können, fehlen bei rohem Fleisch gänzlich. Anwender dieser Futtermethode berichten, dass sie positive Veränderungen bei Ihrem Tier feststellen können. Hierzu gehört neben der Verbesserung des Fellwuchses auch eine bessere Verdauung und positive Wesensänderung.
Was wird denn eigentlich gefütter?
Zu beachten ist, dass der Hund nicht nur mit Frischfleisch gefütter wird, sondern dem Futter noch weitere nahrungsergänzende Stoffe hinzugefügt werden. So enthalten Gemüsesorten ergänzende Vitamine und Nährstoffe, die für Deinen Hund wichtig sind, das Beifügen von Ölen ermöglicht es Deinem Hund, dass die fettlöslichen Vitamine auch von Deinem Tier verwertet werden können. Hinzugefügt werden können dann noch Ergänzungmittel wie z.B. Mineralien.
Wenn man seinen Hund nun zukünftig mit dieser Methode füttern will, steht man vor der Wahl, das Futter entweder selbst zuzubereiten, oder ob man bereits zubereitetes Futter (oftmals tiefgefroren) einfach kaufen möchte. Entgegen häufiger Annahme gibt es beim Gefrieren des Fleisches keine Nachteile, da dies eine hervorragende Möglichkeit zur Konservierung ist.
Neben dem Muskelfleisch sollte der Hund immer auch Innereien zu fressen bekommen, darüber hinaus sollte zu in etwa einem Drittel pflanzliche Kost hinzugefügt werden.
Auch die Ernährung der Vorfahren unseres Haustiers, die der Wölfe, bestand seit tausenden von Jahren aus nichts Anderem als das Fleisch und die Innereien Ihrer Beutetiere. Somit ist BARF die wohl natürlichtse Weise, seinen Hund zu füttern.
Ab wann macht barfen Sinn?
Bei Welpen kann bereits ab der 4.-5. Lebenswoche mit dem Barfen begonnen werden. Da die kleinen Hunde natürlich noch nicht mit großen Fleischstücken umgehen können, muss das Futter entsprechend püriert und zerkleinert werden. Über die genaue Zusammensetzung des Futters solltest Du Dich im Vorfeld ausreichend informieren, hierzu gibt es ausreichend Informationen und Literatur im Internet und der Buchhandlung.
Ein hilfreicher Link, über den Du bspw. Futterpläne beziehen kannst, findest Du hier.
Was ist zu beachten?
Rohes Fleisch kann Erreger beinhalten, die sowohl für Deinen Hund, aber auch für Dich gefährlich sein können. Dies ist jedoch sehr selten, es gibt also keinen Grund, in Panik zu verfallen oder deswegen von Barfen abzusehen.
Absehen solltest Du jedoch von der Fütterung von Schweine- und Wildfleisch, da hier die erhöhte Gefahr durch die Ansteckung durch Salmonellen und Toxoplasmose besteht.
Außerdem ist es, wenn man den Kritikern Glauben schenken darf, schwierig, eine bedarfsgerechte Ration für Deinen Hund zusammen zu stellen und dafür zu sorgen, dass das Tier mit allen von ihm benötigten Zusatzstoffen versorgt ist.
Diesen Kritikpunkten sollte man jedoch in Absprache mit seinem Tierarzt und einem entsprechenden Ernährungsplan entgegen wirken können, so dass prinzipiell einer Fütterung mit BARF nichts im Wege stehen sollte.
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Tags: barfen, frischfleisch, hund, Hunde, hundefutter, rohes futter, Welpen

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Barfen scheint für meinen Hund genaus das richtige zu sein. Ich kann jeden empfehlen wenn er Probleme mit der Hundeernährung bei seinem Vierbeiner hat es wenigstens mal zu probieren!
Besten Gruss Georg