Hund zittert plötzlich und schaut sich verängstigt um

Frage von Nina:

„Guten Tag Frau Dr. Meyer-Rühling,

seit ein paar Tagen zittert mein Hündchen am ganzen Körper in immer kürzer werdenden Abständen. Dann läuft sie mir nach und erst wenn ich sie auf den Arm nehme, beruhigt sie sich nach einer Weile. Ich war gestern mit ihr beim Tierarzt, nach dem Abtasten meinte der Doktor, dass Sally evtl. Schmerzen an der Wirbelsäule hat (sie zuckte beim Abtasten zusammen).

Der Doktor verschrieb ihr Schmerzmittel (Melosus). Was mich aber stutzig macht: wenn Sally Zitteratacken hat, schaut sie sich ängstlich um, zieht das Schwänzchen ein, geht nicht alleine in den Garten. Sie will dann nur noch hoch auf den Arm. Als wenn sie Angst hätte. Ich bin schon echt verzweifelt und wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir dazu ein paar Tipps geben könnten. Vielen Dank, Nina“

Antwort von Dr. Maja Rühling:

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Zecken beim Hund – was gibt es zu beachten, wie entfernt man sie

Was ist gefährlich an Zecken?
In der Zeit von März bis Oktober sind Zecken aktiv und befallen sowohl Mensch als auch Hund. Nahm man früher noch an, dass sich die Milbentiere von Bäumen auf ihre Wirte herabfallen lassen, Vielmehr ist es jedoch so, dass die Parasiten auf dem Boden oder in Bodennähe an Sträuchern oder Grashalm sitzen und darauf warten, sich an einen Wirt anzuheften.
Insbesonders beim Menschen und beim Hund kann ein Zeckenbefall unangenehme Folgen mit sich bringen. Ungefähr 30% aller Zecken tragen den so genannten Lyme-Borreliose-Virus in sich, der sowohl auf den Menschen als auch auf den Hund übertragen werden kann.

Als Hundebesitzer sollte man also nicht nur auf seinen Schützling achten, sondern auch sich selbst schützen. Denn eine Borreliose-Erkrankung ist sicherlich unangenehm und kann sehr langwierig sein, doch der Mensch kann, im Gegensatz zum Hund, auch an einer Hirnhautentzündung erkranken, die deutlich schlimmere Auswirkungen haben kann.

Wie kann man vorbeugen?
Der Mensch kann sich gegen eine derartige Erkrankung zur Vorbeugung impfen lassen. Beim Hund empfiehlt sich eine vorsorgliche Behandlung durch das Auftragen so genannter „Spot-Ons“, die auf die Haut des Hundes geträufelt oder gesprüht werden. Außerdem gibt es spezielle Halsbänder, Puder und Sprays, die einen Zeckenbefall verhindern sollen.

Was tun, wenn ein Zeckenbefall erfolgt ist?
Sollten alle vorbeugenden Maßnahmen nicht geholfen haben und Sie oder Ihr Hund sind von einer oder gar mehreren Zecken befallen worden, so sollten Sie diese so schnell wie möglich mit einer Pinzette oder besser einer speziellen Zeckenzange entfernen.

Hierbei üben Sie mit der Zange einen gleichmäßigen, leichten Druck auf den Körper der Zecke aus und ziehen diese unter gleichmäßigem Zug aus der Haut heraus. Wichtig ist, dass Sie die Beißwerkzeuge der Zecke mit entfernen. Sollte dies nicht gelingen, so müssen Sie in der nun folgenden Zeit beobachten, ob die Stelle beginnt zu jucken oder anzuschwellen. In diese Fall sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

In keinem Fall darf die Zecke mit Ölen, Klebstoffen oder ähnlichen Substanzen eingerieben werden! Hierdurch steigt nur die Gefahr, dass die Zecke ihre Giftstoffe und somit auch die Viren in Ihren oder den Körper Ihres Hundes abgibt.

Sollte ihr Hund mit einer Vielzahl von Zecken befallen worden sein (manchmal spüren Hunde Zeckennester auf), so ist es ratsam, dass Sie gleich einen Tierarzt aufsuchen.

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Verändert eine Kastration den Charakter eines Hundes?

Frage von Birgit:

„Hallo,

ich spiele mit dem Gedanken meinen Rüden kastrieren zu lassen. Allerdings habe ich gehört, dass bei einem Hund, der ohnehin schon ängstlich ist, die Angstgefühle noch verstärkt werden. Stimmt das? Ich habe einen peruanischen Nackthund und die sind sehr scheu, zurückhaltend und haben vor allem Angst.

Lieben Gruß,

Birgit“

Antwort von Dr. Maja Rühling:

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Kniescheibenluxation beim Hund

Frage von Swantje:

„Sehr geehrte Frau Dr. Rühling,

bei meinem drei Jahre alten Entlebucher Rüden wurde eine Kniescheibenluxation ersten Grades an beiden Hinterbeinen festgestellt. Der behandelnde Tierarzt meinte, eine Operation sei nach dem bisherigen Kenntnisstand (er wurde noch nicht geröntgt) nicht nötig.

Daher wollte ich fragen, inwieweit er auch ohne Operation und mit begleitender Physiotherapie schmerzlos leben kann. Zudem ist er sehr sportlich, wir laufen täglich mindestens 2 Stunden. Im Urlaub gehen wir wandern (alpin) und ich führe ihn im Hundesport (VPG, THS). Dies werden wir künftig nicht mehr machen können, oder? Wie verhält es sich mit Wanderungen und langen Spaziergängen? Was muss ich im Spiel mit anderen Hunden beachten?

Beste Grüße
Swentja“

Antwort von Dr. Maja Rühling:

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Hundeschulen als kompetente Hilfe bei der Hundeerziehung

Die Hundeerziehung kriege ich doch wohl als erwachsener Mensch noch alleine hin, das kann doch nicht so schwer sein…

Das denken viele Hundebesitzer und liegen mit dieser Einschätzung leider oftmals völlig falsch. Ein Hund ist ein Lebewesen, das seinen eigenen Kopf und somit auch Willen hat. Und das ist auch gut so.

Dennoch müssen Hund und Halter gewisse Spielregeln erlernen, die das Miteinander einfacher machen. Darüber hinaus spielt selbstverständlich auch die Umwelt (andere Hunde und Menschen) eine große Rolle im zukünftigen Leben eines Hundes.

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