Giftstoffe für Hunde und Katzen

Vorsichtig, giftig!

Nicht alles, was wir im Haushalt haben, und was auf den ersten Blick harmlos erscheint, ist auch wirklich ungefährlich für unsere geliebten Vierbeiner.

Für Hund und Katze gibt es einige alltägliche Nahrungsmittel, Pflanzen und Gegenstände, die beim Verzehr sogar tödlich sein können. Insbesondere junge Katzen und Hunde sind von Neugierde geprägt und wollen ihre Umwelt erkunden. Dabei landen natürlich auch Gegenstände im Maul Deines Lieblings, die dort nicht hingehören.

Um Dir einen kleinen Wegweiser mit an die Hand zu geben, was Du von Deinem vierbeinigen Freund fernhalten solltest, soll Dir diese Übersicht dienen.

Giftig für Hunde:

Weintrauben und Rosinen – es wurde von Wissenschaftlern beobachtet, dass eine Menge von ca. 12-14g Weintrauben pro kg Körpergewicht des Hundes zu starken Vergiftungserscheinungen und sogar zu Nierenversagen führen können. Bei einem 20kg schweren Hund würde dies bedeuten, dass eine Menge von ca. 240-280g Weintrauben ausreichen würden, um Vergiftungserscheinungen bei einem Hund hervorzurufen.

Zu beachten ist, dass Rosinen aufgrund einer höheren Konzentration des Giftstoffs aller Wahrscheinlichkeit nach bereits in deutlich geringeren Mengen eine Vergiftung hervorrufen als Weintrauben.

Neben dem bereits erwähnten Nierenversagen kann es zu einer Hyperkalzämie kommen, was bedeutet, dass der Hund zu viel Kalzium im Blut einlagert.

Zwiebeln – Egal, in welcher Form (ob roh, gekocht oder getrocknet), Zwiebeln enthalten die für Deinen Hund giftigen Stoffe Allylpropylsulfid und N-Propyldisulfid.

Durch die Zunahme dieser Stoffe kann es zu einer Zerstörung der roten Blutkörperchen, einer so genannten Hämolyse, bei Deinem Liebling kommen. Von einer (Zu-)Fütterung von Zwiebeln musst Du demnach unbedingt absehen.

Knoblauch – Auch Knoblauch enthält N-Propyldisulfid und führt bei der Aufnahme größerer Mengen, aber auch bei regelmäßiger Fütterung kleinerer Mengen, zu Blutarmut (Anämie).

Avocado – diese enthalten ein Toxin mit dem Namen „Persin“, welches für Menschen ungefährlich ist, bei Hunden jedoch zu teils tödlichen Vergiftungen führen kann.

Nach der Aufnahme von Avocados kann es bei Hunden zu Herzmuskelschäden, Bauchwassersucht, Husten und Atemnot kommen.

Schokolade, Kakao, kakaohaltige Lebensmittel – Schokolade wird aus Kakao hergestellt und dieser enthält den für Hunde giftigen Stoff Theobromin. Man spricht von einer tödlichen Dosis, wenn ein Hund ca. 100mg Theobromin pro kg Körpergewicht zu sich nimmt. Auf Schokolade umgerechnet würde dies in etwa bedeuten, dass die Zunahme von ca. 60g Milchschokolade bzw. ca. 8g Blockschokolade pro kg Körpergewicht tödlich enden kann.

Je höher der Kakaogehalt der Schokolade ist, umso giftiger ist diese für einen Hund.
Zartbitterschokolade hat einen sehr hohen Kakaogehalt, so dass bereits eine geringe Menge von etwa zwei Stückchen für einen kleinen Hund wie einen Chihuahua tödlich sein können.

Die Symptome bei einer Vergiftung durch Schokolade können Krämpfe, Zittern, Durchfall, Erbrechen, Bewusstseinsstörungen und Lähmungen sein.

Nikotin (Tabak) – insbesondere junge Hunde sind hier eine Risikogruppe, da sie prinzipiell Alles ins Maul nehmen und darauf herumkauen, teilweise sogar runterschlucken müssen.

Auch hier spielt wieder die Größe des Hundes eine entscheidende Rolle, je kleiner der Hund ist, desto geringer fällt die toxische Dosis aus. Je nach Größe des Hundes können 5-25g getrockneter Tabak zu einer Vergiftung führen.

Du solltest also auch darauf achten, dass Dein Hund nicht aus Pfützen trinkt, in denen viele Zigarrettenkippen liegen.

Obstkerne – Kerne enthalten Blausäure, die freigesetzt wird, wenn Kerne zerhackt oder zerbissen werden.

Diese Blausäure kann dann zu Überlkeit und Erbrechen, Durchfall, Fieber, Atemnot, Krämpfen und gar zum Tod führen.

Rohes Schweinefleisch – das für Menschen ungefährliche „Aujetzki-Virus“ ist ein Herpesvirus, das für Hunde und andere Tiere tödlich sein kann.

Natürlich ist es kein Problem, wenn Dein Hund zuvor erhitztes Schweinefleisch zu sich nimmt, da die Hitze das Virus absterben lässt.

Giftig für Katzen:

Katzen haben in der Regel eine Abneigung gegen Lebensmittel oder Stoffe, die ihr unbekannt oder nicht für den Verzehr geeignet sind.

Dennoch kommt es vor, dass Katzen (vor allem Freigänger) außerhalb der eigenen vier Wände mit Dingen in Berührung kommen, die nicht für sie geeignet sind. Insbesondere die Jagd auf Ratten und Mäuse kann gefährlich sein, sofern die Nager zuvor bereits Giftstoffe wie Ratten- oder Mäusegift zu sich genommen haben. Denn so gelangt der Giftstoff dann indirekt in den Blutkreislauf der Katze.

Aber auch im Haushalt gibt es Dinge, die Deiner Katze gefährlich werden können. Hier wieder eine Liste von Lebensmitteln, die eine Katze nicht zu sich nehmen sollte:

Weintrauben bzw. Rosinen – wie beim Hund auch kann es nach dem Verzehr von Weintrauben/Rosinen zu starken Vergiftungserscheinungen bis hin zum Nierenversagen kommen. Welches Toxin hierfür verantwortlich ist, ist bisher nicht bekannt.

Da Rosinen eine höhere Konzentration aufweisen (schließlich ist eine Rosine nichts Anderes als eine getrocknete Weintraube), ist auch hier der Verzehr von geringeren Mengen bereits giftig.
Zwiebeln – Zwiebeln enthalten die für Katzen toxischen Stoffe Allylpropylsulfid und N-Propyldisulfid. Hierbei spielt es auch keine Rolle, ob die Zwiebeln roh, gekocht oder getrocknet sind, der Giftstoff ist immer nachweisbar.

Nach dem Verzehr kann es zu einer Zerstörung der roten Blutkörperchenbei Deiner Katze kommen.

Knoblauch – Derselbe Wirkstoff wie bei Zwiebeln ist auch bei Knoblauch enthalten. Demnach darfst Du Deiner Katze Knoblauch weder in großen Mengen noch in kleineren, regelmäßigen Mengen füttern.

Avocado – derselbe Wirkstoff („Persin“), der bei Hunden zu Vergiftungen führt, ist auch für Katzen gefährlich.

Rohes Schweinefleisch
– das Aujetzki-Virus (Herpesvirus) kann bei Katzen ebenfalls tödlich enden, deshalb nie rohes Schweinefleisch füttern.

Kakao – Kakao ist natürlich in Schokolade enthalten, und je dunkler die Schokolade ist, desto höher ist der Kakao-Gehalt. Der für Katzen gefährliche Wirkstoff Theobromin kann bei übermäßiger Zunahme zum Tode führen.

Du solltest somit auf keinen Fall einfach achtlos den Rest einer Tafel Schokolade herum liegen lassen.

Neben den für Menschen ungefährlichen Lebensmitteln gibt es natürlich zahlreiche weitere Stoffe, die für eine Katze gefährlich sein können. Viele von diesen Stoffen sind ganz selbstverständlich giftig, hierzu zählen z.B. Tabak, Lösungsmittel, Dünger, usw.

Es gibt aber auch Dinge, die wir eigentlich in guter Absicht unserer Katze verabreichen wollen. Hierzu zählt zum Beispiel Aspirin und Paracetamol, die sehr schnell zu inneren Blutungen führen können.

Darüber hinaus gibt es auch einige Zimmerpflanzen, die zwar unser Eigenheim verschönern, aber durchaus eine Gefahr für unsere Lieblinge darstellen können.

Zu den häufigen Zimmerpflanzen, die bei Verzehr für einen Stubentiger giftig sein können, gehören bspw. der Adventsstern, Anemone, Amaryllis, Eibe, Flieder, Efeu, Flieder, Gummibaum, Krokus, Maiglöckchen, Osterglocke, Rhododendron, Tulpe und die Yuccapalme.

Neben den genannten Pflanzenarten gibt es noch zahlreiche weitere, die für einen Verzehr durch die Katze nicht geeignet sind.

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