Frage von Petra-Christine:
“Guten Tag Frau Rühling,
wir haben eine fast dreijährige Hündin (Rasse-Elo) mit einem immer wiederkehrenden Problem.
Seit über einem Jahr hat unser Hund mit Juckreiz und Schuppen auf der Haut zu kämpfen, mal mehr, mal weniger.
Wir sind des Öfteren beim Tierarzt deswegen, haben auch schon eine Biopsie machen lassen, wo eine bakterielle Entzündung festgestellt wurde.
Danach gab es Medikamente gegen den Juckreiz und die Bakterien, plus spezielles Hundeshamppo für die Haut, welches wir 1x pro Woche benutzen sollen.
Momentan hat unser Hund zwar keinerlei Schuppen, dennoch ist der Juckreiz immer noch vorhanden.
Floh-Zecken-Milben Mittel bekommt Sie regelmäßig, Futter wurde auch umgestellt, nun meinte die Tierärztin, daß eventuell eine Blutuntersuchung etwas mehr bringen würde.
Von einem Allergietest mit eventuell anschließender Desensibilisierung hat Sie uns schon mal abgeraten, da die Erfolgsaussichten wohl eher gering ausfallen würden.
Könnten Sie uns in der Richtung weiterhelfen, mit irgendwelchen Tipps bzw. Medikation oder Sonstigem???
Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr verbunden.
MfG Petra-Christine”
Antwort von Dr. Maja Rühling:
“Hallo Petra-Christine,
zunächst einmal muss ich sagen, dass Ihr Tierarzt bereits Einiges gemacht hat, was auch vollkommen richtig ist.
Haben Sie Ihrem Hund auch bereits essentielle Fettsäuren (Omega 3 und Omega 6) verabreicht? Diese Fettsäuren können vom Körper des Hundes nicht selbst hergestellt werden, sind jedoch für eine normale Hautfunktion sehr wichtig. Auch bei Entzündungsreaktionen spielen sie eine bedeutende Rolle.
Diese müssen jedoch im richtigen Verhältnis zueinander dosiert werden, so dass Sie keinesfalls auf Präparate aus der Drogerie, sondern in jedem Fall auf speziell für Tiere hergestellte Medikamente zurückgreifen müssen.
Aller Wahrscheinlichkeit nach liegt bei Ihrem Hund eine Allergie vor. Um was für eine Allergie es sich genau handelt, müssen weitere Tests und Untersuchungen klären. Demnach würde auch ich höchstwahrscheinlich zu einem Bluttest raten, da dieser nähere Informationen mit sich bringen kann.
Jahreszeitliche Schwankungen können ebenfalls Rückschlüsse darauf geben, ob es sich um eine Allergie handelt. Eine Desensibilisierung würde ich jedoch nicht pauschal ausschließen. Die Aussicht auf Erfolg bei einer solchen Behandlung schwindet zwar (abhängig von der Allergie) mit zunehmendem Alter des Hundes. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sich nicht auch bei älteren Patienten ein Erfolg einstellen kann.
Außerdem sollten Sie einen Hautspezialisten aufsuchen, der im Rahmen einer zytologischen Untersuchung einen Hautabstrich nimmt und diesen mikroskopisch analysiert. Auf diese Weise können bspw. auch Milben ausgeschlossen, Bakterien genau bestimmt und im Rahmen eines Intrakutantest eine Allergie exakter benannt werden.
Wie Sie sicherlich bereits auch wissen, ist das Thema Allergien beim Hund sehr komplex und erfordert unter Umständen eine Vielzahl an Untersuchungen, eine Menge Zeit und nicht zuletzt auch Geduld vom Patientenbesitzer, also Ihnen.
Ich wünsche Ihnen und Ihrem Hund viel Erfolg bei der Suche nach der Ursache und der Behandlung derselbigen und hoffe, dass ich Ihnen mit meiner Antwort ein wenig weiterhelfen konnte!
Dr. Maja Rühling“

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Viola-Tinktur in der Apotheke bestellen oder Viola/Veilchen-Tee selber kochen und regelmässig die befallenen Stellen damit reinigen!
Keine Fettsalben auftragen, da die Infektionserreger lipophil sind!
Wir Sind nach Jahren der Tierärztebehandlung damit gut gefahren.