Frage von Birgit:
“Hallo,
ich spiele mit dem Gedanken meinen Rüden kastrieren zu lassen. Allerdings habe ich gehört, dass bei einem Hund, der ohnehin schon ängstlich ist, die Angstgefühle noch verstärkt werden. Stimmt das? Ich habe einen peruanischen Nackthund und die sind sehr scheu, zurückhaltend und haben vor allem Angst.
Lieben Gruß,
Birgit”
Antwort von Dr. Maja Rühling:
“Hallo Birgit,
diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. In der Tat ist dieses Thema unter Tierärzten und Verhaltenstherapeuten sehr viel diskutiert.
Ich empfehle immer, mit einer Kastration zu warten, bis der Hund ausgewachsen ist. Erst dann hat sich der Charakter gefestigt und große Veränderungen sind in dieser Hinsicht nicht mehr zu erwarten. Ähnlich wie beim Menschen durchlaufen auch Hunde eine Art “Pubertät”. Mit diese “Pubertät” sollte der Hund vollständig abgeschlossen haben.
Seit einigen Jahren gibt es einen so genannten “Kastrationschip”. Dieser sorgt dafür , dass der Hund für die Wirkungsdauer des Chips zwar “kastriert” ist und es treten keinerlei Nebenwirkungen auf. Der Eingriff ist völlig reversibel, kann also vollständig rückgängig gemacht werden.
Mit Hilfe eines solchen Chips kann man für den Zeitraum von einem halben Jahr eine operative Kastration simulieren und feststellen, inwiefern sich das Wesen Ihres Hundes verändert. Sollte sich die Angst ihres Hundes in dieser Zeit verstärken, kastriert man nicht. Wenn sich an der Ängstlichkeit nichts verändern, können Sie die operative Kastration durchführen lassen.
Ich hoffe, dass ich Ihnen mit meiner Antwort ein wenig weiterhelfen konnte.
Mit den besten Grüßen,
Dr. Maja Rühling“
Verändert eine Kastration den Charakter eines Hundes?,Ähnliche Beiträge
Tags: Angst, Chipkastration, Dr. Rühling, hund, Kastration

Informatives, Aktuelles und Witziges aus der Tierwelt.
Hunde
Katze
Pferde
Fische
Nagetiere
Vögel