Frage von Janina:
“Sehr geehrte Frau Dr. Rühling.
meine 13 jahre alte katze leidet unter Arthrose in der Hüfte. Leider verträgt sie keine der Medikamente, da sie sie immer ausbricht. Jetzt hat mir die Tierärtztin nahe gelegt ihr Schmerztabletten zu geben. Das finde ich persönlich Quatsch. Wenn sie schon die anderen Medikamente ausbricht, wie sollen dann die drin bleiben?
Vielleicht sehe ich das falsch. Vielleicht können sie mir sagen, was ich noch tun kann. Bitte kommen sie nicht auch mit einschläfern. Immerhin läuft sie selbstständig, isst, trinkt und geht aufs Klo. Sie kuschelt auch noch sehr gerne. Nur die Fellpflege leidet etwas, da sie nicht mehr überall rankommt.
Mit freundlichen Grüßen,
Daniela”
Antwort von Dr. Maja Rühling:
“Hallo Daniela,
Arthrose kommt bei Katzen leider häufig vor und wird zudem auch oftmals erst spät erkannt.
Auch aus meiner Sicht sind Schmerztabletten nicht nur sinnvoll, sondern sogar notwendig. Manchmal muss man einfach mehrere Medikamente ausprobieren um herauszufinden, welches von der Katze vertragen wird. Neben dem Aspekt des Vertragens kommt dann, insbesondere bei Katzen, auch noch das Problem der Akzeptanz eines solchen Medikaments hinzu.
Da muss man dann als Katzenhalter/in wirklich anfangen zu tricksen und sich ggfls. bröckchenweise herantasten. Versuchen Sie also vielleicht, die Tabletten nicht im Ganzen, sondern zerkleinert mit einem kleinen Leckerbissen zu verabreichen.
Außerdem sollten Sie versuchen, die Schmerztherapie zusätzlich mit homöopathischen und naturheilkundlichen Mitteln zu unterstützen. Naturheilkundliche Mittel, die mir spontan in den Sinn kommen, sind bspw. Zeel und Traumeel sowie Muschelextrakte mit gelenkaktivierenden Substanzen wie Glycosaminoglycane.
Neben der Behandlung durch Medikamente können sie aber noch mehr machen: Legen Sie Wärmekissen in den Schlafplatz, wenn Ihre Katze es sich dort gemütlich macht. Massagen können ebenfalls dabei helfen, die Schmerzen zu lindern.
Versuchen Sie, das Leben für Ihre Katze so einfach wie möglich zu gestalten. Der Boden sollte nach Möglichkeit nicht rutschig, die Lieblingsplätze Ihrer Katze sollten für sie auch ohne Kraxelei oder Springerei erreichbar sein. Gekaufte oder selbstgebastelte Treppchen helfen hier sehr. Auch der Einstieg in das Katzenklo sollte nach Möglichkeit flach sein.
Katzen sind sehr leidensfähig und ertragen Ihre Schmerzen still. Durch die Schmerzen entwickeln sie jedoch zusätzlich eine Menge Stress, der die Katze dann psychisch krank machen kann. Wie bereits erwähnt, würde auch ich in einem solchen Fall zu einer einer entsprechenden Schmerztherapie raten.
Ich hoffe, dass ich Ihnen mit meiner Antwort weiterhelfen konnte und wünsche Ihnen und Ihrer Katze alles Gute!
Dr. Maja Rühling“
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Tags: Arthrose, Dr. Rühling, Katze Krankheit, Krankheit Katze

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