Maus - Mäuse
Von vielen Menschen werden Mäuse heutzutage als Haustiere gehalten.
Die Mäuse gehören zu der Gattung der Nagetiere, von denen es etwa vierzig verschiedene Arten auf der Welt gibt.
Ursprünglich stammen diese Tiere aus dem afrikanischen Raum sowie aus Südeuropa und dem südöstlichen Asien. Natürlich unterscheiden sich diese Arten auch durch ihre Größe und ihrem Gewicht voneinander. Kleinere Arten erreichen eine Körpergröße von etwa 4,50cm, größere erreichen eine Rumpflänge von ca. 12,50cm. Da Mäuse auch einen langen Schwanz haben, kann sich die Größe, wenn man den Schwanz zur Gesamtlänge hinzurechnet, verdoppeln.
Körpergewichte betragen 12 – 35 Gramm In Europa kommt die Hausmaus am häufigsten vor, sie hält sich vorwiegend rund um Häuser und Gärten auf. Diese Mäuse ernähren sich von den Abfällen der Menschen, wobei pflanzliche Nahrung den Hauptbestandteil ausmacht.
Als natürliche Feinde haben gelten streunende Katzen und auch Wanderratten, die ebenfalls im Abfall wühlen.
Mäuse in der freien Natur
Da Mäuse Allesfresser sind, können sie auch in vielen unterschiedlichen Lebensräumen existieren.Viele Mausarten leben im Wald, auf Wiesen aber auch in Wüsten. Im europäischen Raum gibt es einige Mausearten, die die heimischen Wälder bewohnen. Hierzu zählen zum Beispiel Spitz- und Haselmäuse. Auch Feldmäuse werden in Europa häufig angetroffen, diese leben auf äckern und ernähren sich von gesäten oder gepflanzten Früchten.
In Asien sowie auch in Afrika oder im Süden Europas leben die Wüstenmäuse, die wesentlich kleiner sind und sich auch zum Teil von kleinen Insekten ernähren. Bekannt sind diese Mäuse vor allem aus den Wüsten in Südostasien, so zum Beispiel aus der Wüste Gobi und deren Ausläufer.
Die meisten Mäuse sind nachtaktiv, das heißt, dass der Großteil Ihrer Aktivitäten (so auch die Suche nach Futter) in der Nacht vollbracht wird. Leben die Nager in der freien Natur, legen diese auch Vorräte an, was bei den Hausmäusen seltener der Fall ist.
Mäuse als Heimtiere
Nach und nach wurden Mäuse auch domestiziert, was bedeutet, dass sie dazu gezüchtet wurden, um sie als Haustier halten zu können. Die im Zoofachhandel angebotenen Hausmäuse sind Zuchtrassen und stammen von der grauen Hausmaus ab. Hieraus entstanden dann die so genannten Farbmäuse.Die Haltung der kleinen Nager ist prinzipiell problemlos möglich. Hierfür stehen eine Vielzahl von Käfigen oder auch Terrarien (bei der Verwendung von Terrarien unbedingt auf ausreichend Belüftung achten!) zur Verfügung, die sich eignen, um mehreren Tieren ein Zuhause zu bieten.
Von der Haltung einer einzelnen Maus ist dringend abzuraten, da die Nager gerne in Gesellschaft leben. Beachte allerdings, dass Mäuse sich rasend schnell vermehren. Daher solltest Du, wenn Du nicht gerade die Zucht von Mäusen planst, die männlichen Tiere kastrieren lassen.
Mach Dich vorher schlau, wie groß eine Behausung für Mäuse mindestens sein muss. Für 3-5 Tiere sollte ein Käfig mindestens die Maße 70cm x 50cm x 70cm (LxHxB) haben.
Richte die Behausung der Tiere so ein, dass sie möglichst viele Versteck-, Kletter- und Schlafmöglichkeiten haben. Du solltest auch regelmäßig durch eine Umdekoration für Abwechslung sorgen, allerdings müssen die Schlafplätze der Tiere hierbei an derselben Stelle bleiben.
Je mehr Du Dich mit Deinen Tieren beschäftigst, desto zutraulicher werden sie auch. Bedenke nur, dass eine Maus überall Duftmarken aus Urin absetzt. Das heißt, dass Du die Behausung der Tiere mindestens einmal wöchentlich reinigen musst und darauf aufpassen solltest, dass Du keine unliebsamen Flecken auf Teppichen oder ähnlichem hast.
Außerdem fressen Mäuse gerne Kabel und Leitungen an und sind in der Lage, sich auch durch die kleinsten Ritzen hindurch zu zwängen. Am besten ist also, Du machst den Bereich, in dem Du Deine Mäuse laufen lassen möchtest, erst einmal ‚mäusesicher’.

Mäuse allgemein

