Pferderassen

    Pferderassen

    Die Entstehung der Pferderassen

    Das heute gezüchtete Pferd, mit sämtlichen Pferderassen, hat eine lange Entwicklungsgeschichte. Vor bereits 60 Millionen Jahren existierten die ersten Vorfahren der Pferde. Diese hatten jedoch noch sehr weinig ähnlichkeit mit dem heutigen Pferd. Du kannst sie Dir ungefähr so groß wie einen Fuchs vorstellen.

    Doch die Evolution ging stetig weiter und spätestens seit dem Auftauchen des Menschen wurde das Pferd als Nutztier verwendet. Bereits 3000 Jahre v. Chr. wurde Pferdezucht betrieben. Heute gibt es mehr als 200 Pferderassen. Die Größe der Pferde wird meist mit einem „Stockmaß“ angegeben. Dies ist die Höhe bis zum Widerrist des Pferdes. Im rechten Winkel zur Pferdeschulter, wird ein Stock auf den Boden gestellt und dann die Größe abgelesen.






















Pferdetypen

Bei den heutigen Pferderassen kannst Du zunächst zwischen Ponys oder Kleinpferden, Kaltblütern, Warmblütern und Vollblutpferden unterscheiden.

Pferderassen - Ponys und Kleinpferde

Ponys eigenen sich hervorragend für Kinder, die das Reiten erlernen möchten. Sie sind meist gutmütig, und vor allem können kleine Reiter wesentlich leichter aufsteigen, als auf ein Großpferd.

Beliebte Pferderassen bei Kleinpferden sind die Norweger oder auch Fjordpferde genannt. Das bekannteste Pony ist der Haflinger aus Tirol. Vom Aussehen ähnelt er dem Norweger und Du kannst ihn am Anfang leicht verwechseln.

Zu den kleinsten und ebenfalls bekanntesten Pferderassen gehört das Shetland Pony. Es kommt, wie der Name schon sagt, von den Shetlandinseln, an der Grenze zwischen Nordsee und Atlantik.

Pferderassen - Kaltblutpferde

Das Wort Kaltblut hat natürlich nichts mit der Körpertemperatur der Tiere zu tun. Am schweren und kräftigen Körperbau, kannst Du Kaltblutpferde meist erkennen. Das gelassene Wesen hat dem Kaltblutpferd aber auch den Einzug in den Reitlehrbetrieb ermöglicht. Zu den Kaltblütern gehören Pferderassen, wie der Tinker aus Irland, das Shire Horse aus Mittelengland, das Altmärkische Kaltblut aus Deutschland oder der Noriker aus österreich.
Pferderasse - Warmblutpferde
Warmblutpferde wurden vor allem für den Reitsport und als Freizeitpferde gezüchtet. Früher dienten sie als Gebrauchspferde in der Kavallerie oder als Kutschenpferde.

Das Warmblutpferd ist eine Mischung aus Kaltblutpferd und Vollblutpferd. Es vereint Tiere beider Pferderassen, von den Merkmalen her gesehen.

Warmblutpferde sind meist leichter gebaut als Kaltblutpferde, und sie sind mittelgroß. Von den Warmblütern gibt es besonders viele Pferderassen. Hierzu gehört der Hannoveraner aus Deutschland. Dieser ist wohl am weitesten verbreitet und oft bei Sportturnieren zu finden.

Aus dem heutigen Litauen kommt der Trakehner. Bei Betrachten eines Trakehners wird Dir sofort seine äußerst edle Ausstrahlung auffallen. Aber auch der Seller Italiano oder der Oldenburger sind bekannte Pferderassen bei Warmblütern.
Pferderassen - Vollblutpferde
Die Vollblutpferde gehören zur einzigen Gattung, bei denen es nur zwei Pferdesassen gibt. Dies sind die englischen Vollblüter und die arabischen Vollblüter.

Vollblutpferde haben wunderschöne, feingeschnittene Köpfe und wirken allgemein äußerst ästhetisch und feingliedrig. Sie sind sehr schnell und feurig.

Eingesetzt werden sie heute vor allem bei der Warmblutzucht zur Veredelung. Am bekanntesten ist sicher der Vollblutaraber. Du kennst sicher den Anblick solch edler Geschöpfe aus Filmen, wie sie anmutig über die Steppe jagen. Der Vollblutaraber ist eine sehr alte Pferderasse und stammt aus dem Orient. Das englische Vollblut hingegen ist eine „Kunstrasse“, welche der Mensch erschaffen hat.