Artikel-Schlagworte: „Hundetrainer“

Hundeschulen als kompetente Hilfe bei der Hundeerziehung

Montag, 16. Januar 2012

Die Hundeerziehung kriege ich doch wohl als erwachsener Mensch noch alleine hin, das kann doch nicht so schwer sein…

Das denken viele Hundebesitzer und liegen mit dieser Einschätzung leider oftmals völlig falsch. Ein Hund ist ein Lebewesen, das seinen eigenen Kopf und somit auch Willen hat. Und das ist auch gut so.

Dennoch müssen Hund und Halter gewisse Spielregeln erlernen, die das Miteinander einfacher machen. Darüber hinaus spielt selbstverständlich auch die Umwelt (andere Hunde und Menschen) eine große Rolle im zukünftigen Leben eines Hundes. (weiterlesen …)

VN:F [1.9.17_1161]
Rating: 9.0/10 (1 vote cast)

Hundeflüsterer

Mittwoch, 16. März 2011

Was ist das eigentlich, ein Hundeflüsterer?

Hierüber gibt es viele Auffassungen und jeder, den man fragt, wird eine andere Definition für diesen Begriff geben.

Wir wollten es auch einmal mit einer Definition dafür probieren, was ein Hundeflüsterer eigentlich ist und macht. Also bitte:

Ein Hundeflüsterer ist ein Mensch, der auf scheinbar unerklärliche Art und Weise mit Hunden kommunizieren, ihre Signale und Verhaltensweisen korrekt deuten bzw. ungelöste Probleme, die Hundebesitzer mit ihren Hunden haben, und denen diese bisher nicht Herr werden konnten, aufspüren und oftmals auch lösen kann.

Ein langer Satz, der gleich mehrere Dinge beinhaltet…

Nun wollen wir diesen einzelnen Bausteinen dieses Satzes mal etwas näher auf den Grund gehen.

(weiterlesen …)

VN:F [1.9.17_1161]
Rating: 7.3/10 (4 votes cast)

Hundetrainer für Zwergpudel?

Freitag, 8. Oktober 2010

Frage von Rita:

“Hallo Frau. Dr. Rühling,

habe 2 Zwergpudel – 1 Hündin mit 12 Jahren und 1 Rüden mit einem 3/4 Jahr.
Die Hündin Fränzi hört schlecht, ist aber sehr gutmütig. Der Rüde Niko wird zwar jetzt ruhiger, aber ich laß ihn doch kastrieren. Meine Wohnung leidet unter ihm, vor allem wenn ich weggehe.
Wenn ich mit ihm allein und mit Fränzi Gassi gehe, hört er aufs Wort nur wenn jemand Anderes unterwegs ist, ist alles vergessen. Kann ich diese Probleme alleine lösen oder brauch ich einen Fachmann? Was raten Sie mir.

MFG
Rita”

Antwort von Dr. Maja Rühling:
(weiterlesen …)

VN:F [1.9.17_1161]
Rating: 0.0/10 (0 votes cast)

Welpenerziehung: Welpen Sozialisierung, Hund Mensch und Stadt

Dienstag, 20. Juli 2010

Sozialisierung

Bei der Welpenerziehung spielt natürlich die Sozialisierung mit der anderen Artgenossen und Menschen sowie der Umwelt eine sehr große Rolle. Je mehr Du Deinen Hund an seine Umwelt gewöhnst, ihn die Welt entdecken lässt und je eher er mit nicht alltäglichen Situationen in Berührung kommt, desto gelassener und unkomplizierter wird er in Zukunft damit umgehen.

Zunächst einmal solltest Du wissen, dass sich natürlich Dein Verhalten auf Deinen Hund überträgt. Je ausgeglichener und cooler Du bist, desto mehr wird auch Dein merken, dass er nichts zu befürchten hat und nicht panisch reagieren muss.

Sozialisierung mit anderen Hunden

Jeder von uns erlebt es beinahe täglich – der eine Hund ist völlig umgänglich, kommt beinahe mit jedem anderen Hund zurecht und der Besitzer muss sich keine Gedanken machen, dass der Vierbeiner auch ohne Leine pariert und keinen Artgenossen, oder gar Menschen, ankläfft und anfällt. Dann gibt es jedoch Hunde, bei denen das Gegenteil der Fall ist, und als Besitzer hält man eigentlich ständig nur Ausschau nach anderen Hunden, mit denen es eventuell wieder Stress geben könnte.

Um dafür zu sorgen, dass Du Dir in Zukunft wenig Gedanken darüber machen musst, dass Dein Hund eventuell allen Artgenossen aneinander gerät, ist eine frühzeitige Sozialisierung wichtig.

Der regelmäßige Besuch einer Welpenspielgruppe ist eine hervorragende Möglichkeit für Deinen Hund, um den Umgang mit anderen Hunden zu erlernen. So kann sich Dein Hund daran gewöhnen, dass es auch noch andere Artgenossen auf der Welt gibt, die man respektieren muss, mit denen man aber natürlich auch toll spielen kann.

In einer Welpengruppe sorgt der Hundetrainer dafür, dass die Gruppen entsprechend zusammengestellt werden.

Nun ist es so, dass eine Hundeschule Deinen Welpen normalerweise erst ab einem Alter von 12 Wochen aufnimmt. Erst ab diesem Alter setzt der volle Impfschutz ein und es besteht keine Ansteckungsgefahr mehr. Da Du Deinen Welpen aber wahrscheinlich schon kurz nach Vollendung der achten Lebenswoche bei Dir aufnehmen wirst, gilt es, diese Zeit zu überbrücken.

Die ersten Tage im neuen Heim muss sich Dein Hund erst einmal an Dich und Deine neue Familie, also sein neues Rudel, gewöhnen. Sobald dies geschehen ist, solltest Du Deinen Hund so häufig wie möglich mit anderen Hunden in verschiedensten Altersklassen zusammenbringen.

Hierzu eignen sich natürlich Spaziergänge an Orten, wo Du Deinen Hund frei laufen lassen kannst (Freilaufflächen in Deiner Stadt findest Du über das Internet). Beachte jedoch, dass der Welpenschutz nur innerhalb des eigenen Rudels gilt. Es kann also sein, dass sich ein älterer Hund von Deinem Welpen gestört fühlt und evtl. seinem Ärger Luft macht.

Sorge dafür, dass Dein Hund in der so genannten „Sozialisierungsphase“ zwischen der 8. und 16. Woche viele positive Erfahrungen mit anderen Hunden hat und ausgiebig mit Ihnen spielen und Kontakt haben kann (Achtung: Bedenke, dass Dein Hund auch noch in der Wachstumsphase ist! Die Spiele sollten nicht zu lange andauern, ausreichend Ruhephasen müssen gewährleistet werden!).

Bleib immer in der Nähe Deines Hundes, damit Du im Bedarfsfall einschreiten kannst. Normalerweise sollte Dein Hund jedoch schon so sehr an Dich gebunden sein, dass er sich ohnehin nicht weit von Dir entfernt.

Sozialisierung mit Menschen

Ganz wichtig ist bei der Welpenerziehung natürlich auch die Sozialisierung mit Menschen, denn den verschiedensten Exemplaren dieser Spezies wird Dein Hund zukünftig begegnen.

Was bei der Gewöhnung an Menschen die Arbeit erleichtert, ist die Tatsache, dass Hunde sehr stark verallgemeinern. Allerdings können so negative Erfahrungen mit einer bestimmten Art Mensch auch dafür sorgen, dass genau dieser Menschentyp zukünftig einen sehr schweren Stand bei Deinem Hund haben wird.

Du musst also dafür sorgen, dass Dein Welpe gerade in den ersten Wochen mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Menschen in Berührung kommt und dabei stets positive Erfahrungen macht. Dicke Menschen, dünne Menschen, große, kleine, mit Bart, hellhäutig, dunkelhäutig, Kinder, Senioren, Männer, Frauen, all diese Personengruppen sollte Dein Tier kennenlernen.

Auch verschiedene Kleidungsstücke spielen bei dem optischen Erscheinungsbild eine Rolle, so dass Dein Welpe auch mal einen Mann oder eine Frau mit Mantel, Hut oder Sonnenbrille gesehen haben sollte.

Ein wichtiger Tipp bei der ersten Kontaktaufnahme zwischen der fremden Person und Deinem Hund: Du musst das Kennenlernen initiieren!

Stell Dir vor, Du bist ein kleiner Welpe und ein viel, viel größerer Mensch, den Du vorher noch nie gesehen hast, bewegt sich hastig auf Dich zu und streckt seine Hand nach Dir aus. Da kann man ja nur die Flucht ergreifen!

Wenn Dein Herrchen Dir jedoch klar macht, dass Du vor dieser fremden Person nichts zu befürchten hast, und Du ruhig einmal hingehen und schnuppern sollst, ist das etwas völlig Anderes.

Merke Dir also, dass Du Deinen Hund zu dem Fremden hin führst und ihn dann selbst den letzten Schritt machen lässt. Und wenn der bis dahin Fremde dann auch noch ein paar Streicheleinheiten für Deinen Vierbeiner übrig hat, oder gar mit ihm spielt, kann es nicht besser laufen.

Als kleine Hilfestellung kannst Du dem Fremden auch ein Leckerchen in die Hand geben, das er dann an Deinen Hund weitergibt. Aber bitte nicht übertreiben, Dein Hund soll schließlich noch aussehen, wie ein Hund, und nicht, wie eine Mozartkugel…

Sozialisierung mit dem lauten Stadtleben

Fahrräder, Aufzüge, LKWs und vieles Andere können für einen kleinen Hund schon sehr verwirrend und Angst einflößend sein. Du hast es jetzt sicherlich schon häufiger gelesen: Bei der Welpenerziehung spielt Geduld und Beharrlichkeit eine große Rolle.

Es leuchtet ein, dass man einen Hund, der noch nie einen LKW gesehen hat, nicht direkt zum Spaziergang an einer stark befahrenen Autobahn mitgenommen werden darf.

Also: ein kurzer Spaziergang an einer nicht so stark befahrenen Straße gewöhnt Deinen Hund viel besser an den Umgang mit den anderen Teilnehmern im Straßenverkehr als eine Schocktherapie. Besonders Fahrräder, die plötzlich und relativ leise von hinten nah an einem vorbei fahren, können nicht nur Deinen Hund überraschen und erschrecken. Wenn Dein Hund diese Erfahrung nicht schon als Welpe gemacht hat, kann es durchaus passieren, dass er später einfach zuschnappt. Und das kann nun wirklich niemand wollen.

Wenn also kurze Spaziergänge nahe des Straßenverkehrs schon gut klappen und auch die Ausflüge an stärker befahrenen Straßen Deinem Vierbeiner nichts ausmachen, solltet ihr auch mal eine Fahrt in einem Linienbus mitmachen. Dort sind viele Leute auf einem engen Raum und dann bewegt sich auch noch alles – auch damit muss sich Dein Welpe erst einmal anfreunden.

VN:F [1.9.17_1161]
Rating: 8.2/10 (6 votes cast)