Frage von Ulla:
“Liebe Frau Dr. Rühling,
ich bin ehrenamtlich auf einem Katzengnadenhof tätig und habe mir gestern einen schlimmen Notfall zum Päppeln mit nach Hause genommen.Es handelt sich um einen 11-jährigen Kater, der bei Aufnahme am Hof zuerst separiert gehalten wurde. Die ehemalige Besitzerin hat massive psychische Probleme und erzählte bei Abgabe, dass der Kater Kimba des Öfteren Futter erbrechen würde. Wir veranlassten daraufhin eine Blutuntersuchung und er bekam zeitgleich hochwertiges Futter. Bis dahin hatte er wohl nur günstiges Trockenfutter verschiedener Sorten erhalten. Am Katzenhof wurde ihm eine Sorte Trockenfutter (Royal Canin) und Nassfutter von Animonda verabreicht und das Erbrechen war sehr schnell vorbei.
Als das Blutergebnis nach einer knappen Woche ohne jeglichen Befund kam, wurde Kimba am 10.11.2011 gegen Katzenschnupfen und -Seuche geimpft (Virbagen) und durfte in die größere (leere) Ferienstube wechseln. (Seine letzte Impfung lag ca. 3 Jahre zurück). Er hat die Impfung soweit eigentlich gut vertragen. Dann fraß er plötzlich seit dem 19.11.2011 weniger und am 20.11 gar nichts mehr. Am 21.11. fanden wir ihn stark speichelnd, sehr schlapp und krank und ich fuhr sofort mit ihm zum Tierarzt. Dort wurde eine starke Rachenentzündung diagnostiziert. Er bekam Antibiotikum (Tylosin), Cortison und Bisolvon gespritzt. Er speichelte sehr stark und sollte weiterhin Bisolvon-Pulver bekommen.
Da er absolut nichts fressen wollte – wohl ein wenig trinken – nahm ich ihn mit zu mir nach Hause und habe ihm über den Tag verteilt 1 Schälchen Royal Canin Recovery und 2 x Nutrical mit der Spritze gegeben.
Kimba hat kein Fieber (Körpertemperatur 36,8°).
An seinem Zustand hat sich seit dem gestrigen Tierarztbesuch nichts verändert. Ich habe heute nochmal dort angerufen und die Situation geschildert. Es wurde mir gesagt, dass man abwarten muss und Kimba nach 3 Tagen noch einmal nachgespritzt werden müsste.
Mir macht es nichts aus, ihn zwangszuernähren. Ich habe das Wissen, die nötige Zeit und den Langmut dazu. Wenn ich ihn mir allerdings so als Häufchen Elend betrachte, frage ich mich, ob es sich nur um eine schwere Rachenentzündung handelt.
Kimba erinnert mich an einen Fall, wo eine Katze solche Symptome als Folge der Impfung bekam. Sie verstarb hieran (trotz stationärem Klinikaufenthalt).
Ich stelle mir hier folgende Fragen:
Wäre für Kimba ein Klinikaufenthalt sinnvoller?
Sollte nochmal ein Blutbild gemacht werden?
Wäre eine andere/zusätzliche Behandlung besser geeignet?
Wie könnte ich Kimba noch unterstützen?Ich hätte auch homöopathische Mittel zur Verfügung (Engystol, Angin-Heel, Viropect). Ich habe bei einer Katze auch schon einmal sehr gute Erfahrungen mit Tonsipret gemacht und wüsste gerne, ob Sie dies auch empfehlen können.
Gleich besorge ich mir wohl mal Royal Canin Rehydration. Das schadet bestimmt nicht.
Vorhin hat er auf dem Klo Urin abgesetzt, legte sich dann aber sofort wieder hin. Würde dem armen Kerlchen gerne irgendwie Erleichterung verschaffen und warte hier mal auf Ihre Meinung….
Hier schon einmal lieben Dank. “
Antwort von Dr. Maja Rühling:
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